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#savetheplanet

A4, Aquarell & Fineliner

Ein Stillleben zwischen Moral und Ironie

Die Herausforderung bestand darin, aus drei fest vorgegebenen Grundelementen – einem Vogel, einer transparenten Plastikflasche und einer Blume – ein Stillleben in einer zeichnerischen Mischtechnik zu erschaffen. Dabei sollte nicht nur eine reine Abbildung entstehen, sondern durch eine bewusste Komposition ein ironisches, sarkastisches oder moralisches Thema entwickelt werden.

Ideenentwicklung

Mein Prozess begann mit einer Analyse der Symbole. Schnell kristallisierte sich das Spannungsfeld zwischen Klimaschutz und gesellschaftlicher Scheinheiligkeit als Kernthema heraus. Ich wollte die drastische Verbindung von Konsum und Lebensraumzerstörung sichtbar machen. So entstand die zentrale Idee: Ein toter Vogel, der untrennbar mit seinem „Gefängnis“ aus Plastik verbunden ist.

Skizzen und Entwürfe

In der Entwurfsphase experimentierte ich mit verschiedenen Szenarien. Zwei Hauptideen standen im Fokus:

Szenario A: Ein toter Vogel als stilles Mahnmal in einem vermüllten Wald.

Szenario B: Ein Vogel, der physisch mit einer Plastikflasche verschmolzen ist und auf einem Tisch liegt.

Ich entschied mich für die zweite Variante, da die Unmittelbarkeit des „Verschmelzens“ die Botschaft deutlich drastischer und emotionaler transportiert.

Skizze 1
Skribbels

Die fertige Umsetzung

Das finale Werk nutzt eine gezielte Symbolik, um den Betrachter zum Nachdenken anzuregen.

Das Zentrum: Der Vogel liegt als emotionales Zentrum mittig auf dem Tisch, verschmolzen mit einer kaputten Plastikflasche. Die Aufschrift „100% natürliches, reines Quellwasser“ bricht sich sarkastisch mit der Realität des Todes.

Der digitale Kontrast: Ein Smartphone mit fast leerem, rotem Akku und dem Hashtag #savetheplanet steht für die Erschöpfung des Planeten und die Kluft zwischen virtuellem Aktivismus und realen Folgen.

Die Umgebung: Eine verwelkte Rose zeigt, dass Schönheit in einer zerstörten Welt keinen Platz mehr findet. Im Hintergrund bilden Autos und Atomkraftwerke im Fenster die „moralischen Übeltäter“ des Szenarios.

Technik: Ich kombinierte Aquarellfarben für weiche, atmosphärische Übergänge und die Transparenz der Flasche mit präzisen Fineliner-Konturen für harte Brüche und Details im Gefieder.Durch das bewusste Offenlassen der genauen Todesursache bleibt das Bild kein abgeschlossener Fall, sondern eine Aufforderung an den Betrachter, die eigene Verantwortung zu hinterfragen.

Finale Umsetzung